Ratgeber Nagelpilz
Informationen über Nagelmykosen
Nagelpilz: Symptome und Diagnose
Erste Symptome, die auf einen Nagelpilz hindeuten können, sind auf dem Nagel sichtbare weiße Streifen oder Flecken. Sie entstehen dadurch, dass der Nagelpilz die Nagelsubstanz Keratin aufzulösen beginnt und sich dadurch Hohlräume in der Nagelstruktur bilden. In der Regel dringen die Erreger dort ein, wo das Nagelbett endet und der freie Nagel beginnt. Die Infektion nimmt somit ihren Anfang am vorderen Rand des Nagels und breitet sich dann immer weiter in Richtung des Nagelansatzes aus, bis die gesamte Nagelplatte betroffen ist. Befallene Nägel verfärben sich zunehmend weiß-gelblich bis bräunlich, verdicken sich und werden porös. Im fortgeschrittenen Stadium der Nagelpilzerkrankung kann sich der Nagel auch vom Nagelbett abheben.
In den meisten Fällen sind die Fußnägel von einer Infektion betroffen. Häufig werden die große Zehe oder die kleinste Zehe, also die erste oder die fünfte Zehe, von Nagelpilzen befallen. Seltener kommt der Nagelpilz auf den Fingernägeln vor. Da eine Nagelpilzinfektion nicht wieder von alleine verschwindet, sollte sie fachgerecht, am besten durch einen Hautarzt, diagnostiziert und behandelt werden. Nur so kann verhindert werden, dass sich der Pilz u. U. auf andere Nägel oder Hautareale ausbreitet oder andere Personen infiziert.
Zur Diagnosestellung wird in der Regel zunächst der betroffene Nagel visuell auf die charakteristischen Krankheitszeichen hin begutachtet. Deutet der Befund auf eine Nagelpilzerkrankung hin, wird eine Probe der Nagelsubstanz genommen und mikroskopisch untersucht. Fadenpilze sind hierbei in der Regel gut erkennbar. Ist ein genauer Erregernachweis notwendig, muss jedoch eine Pilzkultur angelegt werden. Dies ermöglicht bei Bedarf eine gezielte, auf den Erreger abgestimmte Therapie.
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