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Ratgeber Nagelpilz

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Nagelpilz
Was ist Nagelpilz?

Bei einem Nagelpilz handelt es sich um eine durch Pilze ausgelöste Infektion der Nägel. Es können sowohl die Finger- als auch die Fußnägel betroffen sein. Aufgrund der Tatsache, dass Nagelpilze vor allem an warmen und feuchten Orten entstehen, kommt es an den Fußnägeln häufiger zu einem Befall. Meist sind Hautpilze, sog. Dermatophyten der Auslöser für einen Nagelpilz. Es ist wichtig, Nagelpilz frühzeitig behandeln zu lassen, da sich die Infektion andernfalls schnell ausbreiten und auf andere Nägel übergehen kann. Ist der Nagel bereits vollständig zerstört, kann dies für den Betroffenen sehr schmerzhaft sein.

Diagnose Nagelpilz

Zur Diagnose von Nagelpilz wird der Arzt zunächst den betroffenen Nagel begutachten. Im Anschluss daran wird in den meisten Fällen ein Stück des Nagels abgeschnitten oder abgekratzt. Diese Nagelprobe wird dann unter einem Mikroskop genauer untersucht. Auf diese Weise kann ein möglicher Pilzbefall von anderen Ursachen wie z. B. einem Mineralstoffmangel abgegrenzt werden. Diese Form der Diagnose geht i. d. R. sehr schnell. Eine genaue Analyse des Pilzerregers nimmt hingegen mehr Zeit in Anspruch, da in diesem Fall eine Pilzkultur angelegt werden muss. Vor einer Untersuchung sollte man auf das Auftragen von Nagellack verzichten.

Es gibt einige einfache Tipps für den Alltag, die helfen können, die Entstehung von Nagelpilz zu verhindern. Dazu gehören u. a. tägliches Wechseln sowie heißes Waschen der Socken. Schuhe sollten atmungsaktiv und ausreichend groß sein. Die Nägel sollten regelmäßig geschnitten und möglichst nur mit acetonfreiem Nagellackentferner behandelt werden. Auch regelmäßiges Eincremen und gründliches Abtrocknen können hilfreich sein. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass in öffentlichen Einrichtungen wie z. B. Schwimmbädern Badeschuhe getragen werden. Zu Hause sollte man hingegen öfter barfuß laufen, damit ausreichend Luft an die Füße kommt.

Therapie Nagelpilz

Die Therapie von Nagelpilz ist abhängig davon, wie weit der Nagelpilz bei der Diagnose bereits fortgeschritten ist. Hat der Pilz das Nagelbett befallen, wird i. d. R. eine medikamentöse Therapie vorgenommen. Eine andere Form der Therapie ist das äußerliche Auftragen von pilztötenden Wirkstoffen. In beiden Fällen nimmt die Therapie von Nagelpilz eine Weile in Anspruch. Je nach Art der Erkrankung und Behandlung kann der Heilungsprozess mehrere Monate dauern. Nach der Therapie sollte darauf geachtet werden, dass keine Erreger in Kleidungsstücken oder anderen Textilien zurückgeblieben sind, die eine erneute Infektion auslösen könnten.

Was ist Nagelpilz?

Eine Infektion der Nägel durch Pilze wird als Nagelpilz bezeichnet. In den meisten Fällen wird Nagelpilz von Dermatophyten (Hautpilzen) verursacht. Seltener sind Schimmelpilze oder Hefepilze Erreger dieser Erkrankung. Der medizinische Name für Nagelpilz lautet Onychomykose. Die Vorsilbe Onycho- steht dabei für Nagel und spezifiziert den zweiten Wortbestandteil Mykose, der Pilzerkrankung bedeutet, näher. Wird die Erkrankung von Dermatophyten ausgelöst, wird auch die Bezeichnung Tinea unguium verwendet.

Vielfach tritt der Nagelpilz an den Zehennägeln auf, da sich dem Pilz hier meist bessere Lebensbedingungen bieten als auf den Nägeln der Finger. Pilze mögen es warm und feucht. Enge Schuhe und luftundurchlässige Socken sorgen für ein solches Klima. Grundsätzlich können die Pilze jedoch auch die Fingernägel befallen. Häufig ist es der Hautpilz Trichophyton rubrum, der Nagelmykosen verursacht. Dieser Dermatophyt ist auch der häufigste Auslöser von Fußpilz. Daher kann sich Nagelpilz häufig aus einer Fußpilzerkrankung entwickeln.

Hochrechungen des Deutschen Grünen Kreuzes (DGK) ergaben, dass rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung an einer Fuß- oder Nagelpilzinfektion leidet. Dies brachte eine Studie zu Tage, an der sich rund 19.000 Menschen beteiligten. Nur ein geringer Teil der Betroffenen war sich darüber im Klaren, dass ihre Beschwerden durch Hautpilze hervorgerufen werden und die meisten befanden sich daher auch nicht in ärztlicher Behandlung.

Eine rechtzeitige Behandlung von Nagelpilz ist wichtig

Im Vergleich zu Fußpilz ist es bei Nagelpilz meist noch relevanter, dass Betroffene frühzeitig einen Arzt aufsuchen. Denn wenn der Nagelpilz nicht rechtzeitig behandelt wird, kann es zu einer Ausbreitung der Infektion auf die anderen Nägel kommen. Außerdem kann der betroffene Nagel komplett zerstört werden, was meist sehr schmerzhaft für die Betroffenen ist. Viele Betroffene warten mit dem Arztbesuch bis die Infektion Schmerzen verursacht. Doch bereits bei auffällig brüchigen oder verfärbten Nägeln sollte eine Untersuchung der betroffenen Nägel erfolgen.

Manche Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Nagelpilz

Bei älteren Menschen ist die Gefahr an Nagelpilz zu erkranken häufig erhöht. Zum einen weil bei ihnen das Immunsystem oftmals nicht mehr so stark ist wie bei jungen Menschen und zum anderen weil in vielen Fällen Durchblutungsstörungen vorliegen, die die Entstehung von Nagelpilz begünstigen können. Aus denselben Gründen sind auch Diabetiker häufiger von Nagelpilz betroffen. Sportler gehören ebenfalls zur Risikogruppe, da die vermehrte Schweißproduktion beim Sport und das Tragen von Sportschuhen Faktoren sind, die zur Entstehung von Nagelpilz führen können. Diese Faktoren treffen auch auf bestimmte Berufsgruppen zu. Vor allem Berufe, die körperlich anstrengend sind und das Tragen von festem Schuhwerk erfordern, wie z. B. bei Bauarbeitern.

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